Törnberichte

MOIN - MOIN oder GUTEN TAG an der Nordsee / 29.06. - 06.07.2001 (von Heidi Wyhlidal, Juli 2001)

Wattsegeln in der Nordsee /  26.05 bis 01.06 2001 (von Franz Nedjelik & Peter Studeny)

Die Nordsee - Immer einen Törn wert!

5 Berichte über unsere Segeltörns zum Leuchtturm Roter Sand

Notfallmedizin an Bord / Presseartikel aus dem Osterholzer Anzeiger vom 27.03.2002

3 Berichte Jollensegeln auf dem Ijsselmeer

Sturmtraining auf dem Ijsselmeer / vom 25.04 - 02.05.2003 (von Frank)

Überführungstörn Nordsee 2003 / Lemmer-Helgoland-Hooksiel (von Albrecht Brockhaus)

3 Berichte über unsere Segeltörns zum LT " Roter Sand " im Jahr 2003

Zeitungsartikel 07.06. 2003 " P.Langenheinikes Törn zum Leuchtturm (von  Rainer Jörger / Südkurier)

Delphine, Cevacipci und viel Wind : HIV-Betroffene Jugendliche auf hoher See / Kroatien 2003

Segelevent am 02.10.2003, auf der Außenweser und Nordsee (von Thorsten Bubelach)

Mittelmeer / Elba - Korsika 2003 (von Tanja Seegatz)

Segeltörn zum Leuchtturm Roter Sand vom 24.05.2004 (von Uli Pietsch)

Foxjollen - Segeln vom 20.05.-22.05.2005 (von Patricia Schomaker, 14 Jahre)

Törnbericht Foxjollen - Segeln vom 20.05.-22.05.2005 (von Ute Schomaker)

Foxjollen - Segeln vom 24.06.-26.06.2005 (von Patricia Schomaker, 14 Jahre)

Törnbericht Foxjollen - Segeln vom 24.06.-26.06.2005 (von Ute Schomaker)

Mit dem Traditionssegler „Franzius“ zum Leuchtturm ROTER SAND /  2005 (von Martin Kuhlmann)

Leuchtturmtörn zum Leuchtturm Roter Sand am 17.06.2006 (von Christa & Bernd)

Die IG Segeln aus Recklinghausen am Leuchtturm Roter Sand 2006

Leuchtturmtörn vom 17.09.2006 von Katja Heß

 Leuchtturmtörn vom 17.09.2006 von Rudi Neumann

 Foxjollensegeln in Heeg 19.05.06 von Susanne Kauschmann

 Foxjollensegeln der IG Segeln im August 2006

neu06  Waren wir das etwa....? Leuchtturmtörn 2001 und jetzt 2008!

neu06  Foxjollensegeln in Heeg...... das hätte wohl....!

 

MOIN - MOIN oder GUTEN TAG an der Nordsee

Freitag, 29.6.2001 19.45 Uhr
Abfahrt von Wien West im Liegewagen. Als wir durch Purkersdorf fahren, gibt es schon den ersten Manöverschluck. Werner lädt uns: Pepi, Hans, Petra, Hubert, Rudi und mich, Heidi, auf einen Schluck Whisky ein. In Linz steigt Erich zu. Utz und Annemarie kommen direkt mit dem Auto nach Hooksiel.

Samstag, 30.6.2001
Wir schlafen gut, steigen um 6 Uhr in Hannover um fahren bis Oldenburg, wo wir wieder umsteigen, in den Zug nach Wilhelmshaven. Dort werden wir von zwei Kleinbussen abgeholt und nach Hooksiel gebracht. Schon im Zug nach Wilhelmshaven hat es zu Regnen begonnen. Als wir das Schiff übernehmen regnet es immer wieder heftig. Nicht kalt, aber ungemütlich nass! Na, das kann ja heiter werden. Gut dass ich mir eine neue Schwerwetterbekleidung angeschafft habe. Nach dem Einkauf im nahegelegenen Supermarkt gibt es die theoretische Einführung ins Wattsegeln. Jens (der gerne Jenny genannt werden will) erklärt uns den Zusammenhang zwischen Ebbe/Flut und Sonne/Mond. Wie das Wasser ab- und aufläuft, wodurch Strömungen entstehen und wo und wie man das alles in verschiedenen Tabellen, Kalendern und Karten nachschauen und berechnen kann. Er macht das sehr gut! Aber wir sind alle schon schrecklich müde. Um wieder munter zu werden, fahren wir mit dem Boot ein Stück raus und jeder von uns muss ein paar runden drehen. Auch wir Frauen! Unser Boot ist die Patina III eine 17 m Stahlyacht. 32 Tonnen schwer. Wir , dass sind UTZ und Annemarie, Petra und ihr Onkel Hubert, Rudi und ich. Und Jenny. Werner, Pepi, Hans und Erich sind auf der Satimo III, einer Sonat 41 Aluyacht. Abends gehen wir ins Restaurant Muschel essen. Herrlich! Eine Speisekarte in der nicht nur drei, sondern eine ganze Seite Fischgerichte zu finden sind.

Sonntag, 1.7.2001 10 Uhr
Ablegen Richtung Helgoland. Die Sonne lacht vom Himmel, 6 Bft Wind. Erst einmal müssen wir durch die Schleuse, die den Hafen vom Meer trennt. Jenny teilt jeden von uns für eine Aufgabe in der Schleuse ein. Jeder hält seine Leine und hat Auftrag: nicht springen, warten bis das Boot nahe genug ist, um rüber zu steigen. Utz ist unfolgsam, springt und landet fast im Wasser. Am offenen Meer sehen wir das erste mal. wie die Strömung die Seezeichen zur Seite drückt. Petra und ich bekommen die ersten Unterweisungen in Sachen Navigation. Um 15.30 Uhr legen wir in Helgoland an. Nach einer kurzen Crewbesprechung - Jenny nennt das Skippers Wort - und jeder darf seine Eindrücke, Wünsche und Sorgen sagen, gehen wir Essen. Anschließend machen wir einen Spaziergang in die Dünen im Oberland, wo wir den Sonnenuntergang beobachten. Die Lange Anna (ein Felsen, und das Wahrzeichen Helgolands) - Dahinter eine Wolke, die die Sonne nur stellenweise durchlässt, an den steilen, roten Felsen tausende von Vögel, die mit ihrem Gekreische die Sonne verabschieden, lassen mein Herz höher schlagen. Dieses Schauspiel findet um 22 Uhr 15 Statt!!! Anschließend gehen wir noch in die Hafenkneipe, wo ich unbedingt Eiergrog probieren muss! Heißer Schnaps mit Zucker und Ei aufgeschlagen. Jenny hat mich gewarnt! Aber, ich war unfolgsam............!

Montag, 2.7.2001
Die Männer wollen die Bunker auf Helgoland sehen! Was für ein Glück für Petra und mich! Wir dürfen einen Spaziergang ins Städtchen machen, um den dort in rauhen Mengen angebotenen Krimskrams zu kaufen. Leider ist der Bunker geschlossen, so bleibt auch den Männern nur ein Einkaufsbummel. Um 13 Uhr legen wir in Richtung Spiekeroog ab. Unter achterlichen Wind 3-4 Bft segeln wir auf langen, nicht sehr hohen Wellen dahin. Genau der Wellengang, den ich nicht vertrage! (Zumindest nicht, wenn ich Eiergrog probieren musste) Mir wird während unserer zweiten Navigationsstunde übel. Aber eines dieser Wunderpulverl bringt mich schnell wieder auf die Beine. Gegen 16 Uhr stellen wir fest: wir sind zu schnell! Hochwasser ist erst in einer Stunde! Wir richten neue Festmacherleinen. Ich nähe Taklings, die anderen spleißen Augen in die Leinen. Was jetzt? Jenny meint, ich müsse einmal auf den Mast! (Ich habe einmal gesagt: ich mach alles! aber das nicht!). Man steckt mich in den Bootsmannsstuhl und hoch gehts. Bis zur ersten Saling. Toll da oben, ich hab auch keine Angst, aber ich glaub es ist genug! Vielleicht lasse ich mich nächstes Mal zur zweiten hochziehen. Gegen 18.30 Uhr laufen wir in Spiekeroog ein, legen uns an eine tolle Motoryacht aus Holland, trinken mit den netten Niederländern einen Schluck Portwein und gehen dann ins alte Inselhaus essen. Das Inselhaus ist eines der ältesten Häuser der Insel, mit einer Besonderheit: Es ist so nieder gebaut, daß sich (fast) alle bücken müssen, wenn sie durch die Türen gehen, das Dach ist so konstruiert, daß es bei einer Springflut vom Haus Abgekoppelt werden könnte um als Floß zu dienen. Ob das allerdings funktionieren würde ist nicht ganz klar! Das Wasser ist seit mehr als 100 Jahren nie so hoch gestiegen. Ein Schlummerdrunk in einem irischen Pub beendet den Tag. Als wir auf unser Boot zurück kommen, fehlt Utz. Wir machen uns Sorgen, aber wo sollen wir suchen? Er trudelt gegen 4:30 Uhr ein. Hatte sich auf der Insel verlaufen!

Dienstag, 3.7.2001
Auslaufen 10 Uhr - kein Wind, dafür Sonne! Bikiniwetter! Wir tümpeln mit 1-2 Knt Fahrt in Richtung Nordernay. Gehen in der Nordsee baden, trinken Kaffee, spielen mit unseren GPS-Geräten. Gegen 16 Uhr kommt Wind, und wir steuern gegen 17 Uhr bei absolutem Niederwasser (eine Fahrtrinne macht dies möglich) bei 4 Bft Wind Nordernay an. Hubert kocht Spaghetti. Nach dem Abendessen gehen wir ins Städtchen, das entgegen dem ersten Eindruck vom Meer aus, wo man eine moderne Hochhaus-Skyline sieht, ein nettes, verträumtes Urlaubörtchen ist.

Mittwoch, 4.7. 2001
Um 8 Uhr 30 holt uns ein Taxi und bringt uns zum Strandkaffee Milchbar, wo wir ein leckeres Frühstück mit Blick aufs Meer genießen. Noch schnell in den Supermarkt, denn heute wollen wir trockenfallen. Wir fahren unter Motor ca. 3 Sm raus, suchen eine Stelle die hoffentlich schön eben ist, werfen gegen Mittag den Anker und warten bis das Wasser fällt. Bald spüren wir auf unserer Patina wie die Kiele in den Wellen immer Wieder am Grund aufschlagen. Nach ein paar Minuten sitzen wir fest. Die Satimo, mit wesentlich weniger Tiefgang tanzt vor uns noch immer in Strom und Wind. Aber irgendwann hat auch sie zu wenig Wasser unterm Kiel, und sitzt fest. Wir schnaken, (hey, das ist nichts unanständiges, so sagen die Nordländer wenn sie tratschen!) , trinken Kaffee, schlafen eine Runde. Als ich um 17 Uhr 30 die Augen aufmache, ist das Wasser tatsächlich weg. Über eine mitgebrachte Haushaltsleiter steigen wir vom Boot, machen einen Besuch auf der Satimo und Spazieren dann im Watt herum. Um 19 Uhr müssen alle an Bord sein! Jenny schärft uns ein wirklich da zu sein, denn es geht sehr schnell wenn das Wasser wieder kommt !!!! Es geht wirklich schnell. In höchstens 15 Minuten ist genug Wasser da, dass man nicht mehr sehen kann, wo noch ein begehbarer weg wäre. Aber wie Jenny zu sagen pflegt: alle sind da, alles wird gut. Hubert kocht uns einen handfesten Bohneneintopf und wir warten auf den Sonnenuntergang. Danach machen wir unser Schiffchen klar und fahren kurz vor Mitternacht in die anbrechende Nacht hinein, Richtung Wangerooge.

Donnerstag, 5.7.2001
Es ist faszinierend: Es wird nicht wirklich schwarze Nacht!
Natürlich auch begünstigt durch das herrliche Sommerwetter, das uns seit Montag begleitet, bleibt am Horizont die ganze Nacht ein dämmrig-roter Lichtstreifen, der von West nach Ost wandert. Dem gegenüber der Vollmond! Wir alle müssen schrecklich brav gewesen sein, dass wir dieses Naturschauspiel unter so herrlichen Wetterbedingungen erleben dürfen! Nur: wir Segeln---- und kommen trotzdem nicht vom Fleck! Strom und Wind sind gegen uns. Obwohl wir seit 4 Stunden mit 4 bis 6 Knt. Fahrt auf der Kreuz unterwegs sind, haben wir kaum 7 Sm in Richtung Wangerooge geschafft. Wie gut, dass es einen Motor gibt. Um 9 Uhr 30 legen wir in Wangerooge an. Um 11 Uhr 30 Auslaufen zum letzten Schlag unseres Törns. Wir wollen zu den Robbengebieten. Leider keine da. Macht auch nichts, wir haben beim Einlaufen nach Wangerooge schon welche gesehen. Jenny macht uns den Vorschlag noch zum Roten Sand, einem berühmten Leuchtturm, ( näheres darüber im Internet unter ( www.rotersand.com ) zu segeln. Wir nehmen den Vorschlag an und bereuen unseren Entschluss keine Sekunde. Bei herrlichem Segelwetter runden wir den Roten Sand um 16 Uhr und legen dann Kurs nach Hooksiel. Petra will auch noch den Mast. Von ganz, wirklich ganz oben schießt sie ein paar Fotos. So, aber jetzt ab nach Hause. Aber Jenny hat uns noch nicht das volle Programm geboten! Wir haben die Seehunde noch nicht aus der Nähe gesehen. Er weiß noch eine Bucht... Wollt ihr???... 1 bis 2 Stunden kommen wir später an !! Klar wir wollen!! Und werden belohnt: Wir sehen doch noch einige an Land und auch im Wasser. Gegen 20 Uhr ist unser Törn vorbei. Wir legen im Vorhafen von Hocksiel an. Gehen noch einmal gut essen und feiern dann den Abschluss dieser schönen Wache an Bord der Satimo, wo Erich, der ein gelernter Barmixer ist, uns mit köstlichen, fruchtbaren Drinks verwöhnt.

Freitag. 6.7.2001
Um 9 Uhr gehen wir durch die Schleuse, versorgen das Schiff an seinem Platz im Yachthafen von Hooksiel. Nach einem gemütlichen Frühstück reinigen wir unser Zu Hause für eine Woche und treten dann die Reise in die Heimat an.

Heidi Wyhlidal, Juli 2001

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Wattsegeln in der Nordsee

Die Nordsee - ein Revier, in dem es nicht mehr reicht, dass man segeln kann!

Segeln für - unsereins - wird um einige Disziplinen ergänzt, wenn man sich in der Nordsee bzw.im Wattenmeer bewegt. Dies zu erfahren, war das Ziel des Törns, den Peter Hofbauer vom 26.Mai bis 1.Juni 2001 organisiert hat.

Nach Bahnfahrt und Transfer in Kleinbussen nach Hooksiel, einem Yachthafen nördlich von Wilhelmshaven, begann noch alles wie gewohnt. Ein Teil der Mannschaft kümmerte sich ums bunkern, der Rest machte sich mit dem Schiffen vertraut:

Mit der - Patina III -, einer 16m Stahl-Kimmkieleryacht des Konstrukteurs Reinke mit 124qm Segelfläche am Wind fuhren sechs Mann sowie der Skipper, Jens Rönner, ein ausgebildeter Segellehrer und langjähriger Kenner des Reviers. Weitere vier Mann unter Skipper Peter Hofbauer waren mit der - Satimo -, einem Hubkieler des Typs Sonata Ovni 41 mit 103qm Segelfläche unterwegs.

Nach kurzer Einweisung in der Segelschule ging die erste Fahrt in das Wattgebiet SÖ der Insel Wangerooge. Die Törnvorbereitung umfasste gleich zwei Punkte, die im Mittelmeer kaum zu beachten sind. Einerseits mussten wir uns nach den Schleusenzeiten richten, um aus dem Hafengebiet in den Jadebusen zu gelangen, andererseits musste bereits der Tidenkalender herangezogen werden. Denn den Jadebusen sollte man besser nicht gegen anlaufendes Wasser verlassen. Jedoch ist auch zu beachten, dass man rechtzeitig, das heißt noch bei ausreichendem Wasserstand, sein Ziel im Watt erreichen muss. Was uns auch fast gelungen wäre. Durch den gegenüber anderen wattfahrenden Schiffen relativ großen Tiefgang der - Patina - gelang es uns nicht mehr, eine optimale Position auf flachem Grund zu finden, wir standen vielmehr bereits an der Kante zum Fahrwasser des Priels. Dies bedeutete, dass das Schiff während des kommenden Niedrigwassers eine ungewohnte Neigung einnahm. Ungewohnt war für uns auch, dass man nach ein paar Stunden das Unterwasserschiff von außen betrachten konnte. Auch ist es dann ein Leichtes, den Anker per Hand so zu platzieren. dass er bei auflaufendem Wasser optimalen Halt bietet. Ein Spaziergang über das Wattgebiet bis zur Insel ergänzte die Erfahrung des Trockenfallens.

Um unser nächstes Ziel, Helgoland, zu erreichen, mussten wir uns wieder nach den Gezeiten richten. Bei nachtschlafender Zeit war das Aufschwimmen der Boote zu überwachen. Bei starker Strömung und Nebel legten wir ab. Da die - Patina - mit Radar ausgerüstet war, übernahm sie die Funktion des Leitschiffes. Nach einiger Übung konnte man am Schirm die reichlich vorhandenen Stahlbojen, ,ja sogar die dazwischenliegenden Pricken erkennen, die nach dem wechselnden Verlauf der schiffbaren Rinnen gesteckt werden. Donauschiffern wird die Ansteuerung von Bojen im fließenden Gewässer sicher vertrauter sein, als sie uns war. Ein Vorhalt um 20 bis 30 Grad war teilweise erforderlich. Nördlich der Inseln stellte sich eine gleichmäßigere Strömung ein, die mit entsprechenden Unterlagen auch kalkulierbar war.

Obwohl wir dort schon auf offener See segelten, hatten wir noch nicht die Freiheit, den Kurs beliebig wählen zu können. Knapp vor der Küste liegen nämlich Verkehrstrennungsgebiete, die man eher nicht mit einer Schnellstraße, sondern mit der Südosttangente vergleichen sollte. Das Befahren ist für Sportyachten in der Regel nicht möglich. Das sichere Kreuzen der Schifffahrtsstraße erfolgt nur nach Anmeldung bei der zugehörigen Radarüberwachungsstelle, die auch den optimalen Zeitpunkt für die Querung festlegt. Der Besuch auf dem zollfreien Helgoland war dank der besonderen Kenntnisse unseres Skippers Jens ( Rönner ) interessant ( Führung in Bunkern aus dem 2. Weltkrieg ) und kulinarisch wertvoll.

Am nächsten Tag segelten wir zurück zur Insel Spiekeroog. Wir hatten dabei die Möglichkeit, mit der " berüchtigten " kurzen Nordseewelle Bekanntschaft zu machen, die uns Borageschädigten jedoch verdächtig bekannt vorkam. Im Hafen von Spiekeroog wurde bei über 3m Tidenhub das Liegen an der Spundwand zum Erlebnis. Damit das Boot keinen Schaden nahm, mussten wir Fenderbretter verwenden und die Leinen dem Wasserstand ständig anpassen. Nachdem starker Wind aufgekommen war ( Böen bis 10 Bft. ), konnten wir uns im Setzen von Vor- und Achterspring üben und noch einen weiteren Tag auf Spiekeroog verbringen.

Um einerseits der noch immer unangenehmen Welle zu entgehen und noch einmal das Trockenfallen zu genießen, fuhren wir - wie immer zum richtigen Zeitpunkt, dem auflaufenden Hochwasser - über das Watt zwischen Spiekeroog und Festland nach Wangerooge - West. Die Rückfahrt nach Hooksiel über die freie Nordsee hinein in den Jadebusen erschien uns " Nordseebären " bereits wie Routine. Endlich konnten wir einen passenden Wind genießen und ließen dabei das Deck durch ein paar Wellen ordentlich reinigen.

Alles in allem kann man sagen, dass das Segeln in der Nordsee durch Topografie, Gezeiten, Verkehr und Gesetz stark beeinflusst wird. Dass wir diese Erfahrung unter Führung eines revierkundigen Skippers machen konnten, ersparte uns Stress und ließ den Törn zu einem tollen Erlebniss werden. Der gemütliche Familientörn für " unsereins " ist sicher einfacher im Mittelmeer zu erleben. Jedoch ist die Nordsee als ergänzende Erfahrung und als seglerische Abwechslung nicht zu verachten!

Franz Nedjelik und Peter Studeny

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Die Nordsee - Immer einen Törn wert!

" Spinnt der " fragt sich Hans-Günter, als Uwe ihm beim SKS - Kurs davon erzählt in der ersten April-Woche einen Nordseetörn zu machen. In Gedanken ist er beim Chartern vor Elba. Aber Elba ist weit und die Nordsee kurzfristig machbar . Meilen müssen her und deshalb fährt er auch mit.

Hooksiel am Mittag. Die Stimmung ist angespannt und von Erwartung geprägt, der Himmel ist grau und es riecht nach Regen. Wir, hauptsächlich SKS - Schüler von Jens ( Jenny ) Rönner und der Nordsee-Segelschule Hooksiel, treffen uns am Hooksmeer. Dann die Einweisung von Skipper Jenny und wir besprechen den folgenden Tag. War unsere Entscheidung richtig, zu dieser Jahreszeit mit acht Leuten auf einer 41 Fuß-Yacht segeln zu gehen?

Am nächsten Morgen geht es um 9.00 Uhr durch die Schleuse. Schnell noch einen Gruß an Schleusenwärter Heidemann und dann empfängt uns die Nordsee. Außer uns ist nur ein Segler unterwegs, den wir aber ab Tonne 23 hinter uns lassen. Die See wird höher, der Himmel dunkler, der Wind kälter und eigentlich sollte man jetzt in der warmen Stube, mit Freunden, den Törn auf Elba planen und nicht hier draußen den Seebären mimen. Sonja wird immer ruhiger und konzentriert sich auf den Horizont.

Irgendwann kommt die " Lange Anna " in Sicht, der Himmel reißt auf und wir sind nicht mehr zu stoppen: unter Vollzeug in den Hafen. Wir genießen unser Seglerglück und der Gedanke an Elba wird verdrängt. Aber wir legen noch nicht an, denn " Mann - über - Bord " unter Segeln am Hamburger Loch steht auf dem Programm. Segeln kann viel Spaß machen. Nach dem Labskaus- Essen Einkehr " Bei Didi " und anschließend ab in die Koje. Helgoland im April!

Als wir mittags auslaufen ist die Sonne mit uns. In der Jadeansteuerung begegnen wir dem neuen Einsatzgruppenversorger " Berlin " und laufen parallel zu dem Verkehrstrennungsgebiet " German Bight " mit Kurs auf Borkum. Als wir vor dem Wind, der Abendsonne entgegensegeln, kommt Urlaubsstimmung auf. Die öfter auftauchenden Boote sind aber wohl doch Nordsee - fischer und nicht die Fischer von Capri. Die Nacht macht uns Seezeichenbefeuerungen sichtbar und wir queren unter Motor das Verkehrstrennungsgebiet. In der Ansteuerung auf Borkum wird die Nacht immer dunkler, nur erhellt von den Zahlreichen Leucht - feuern und den zuckenden Blitzen eines Gewitters. Unter dieser Kulisse " schmirgeln " wir bei reichlich Strom in die Fischer - baltje und navigieren unter Radar zielstrebig an unbeleuchteten Tonnen vorbei. Der unbefeuerte und mit Untiefen versehene Yachthafen ist dann doch zuviel des Abenteuers und wir " Retten " uns in den Schutzhafen.

" Reise - Reise "! Nicht der Skipper, sondern der Hafenmeister reißt uns aus dem Tiefschlaf. Nach gerade 2 Stunden! Auch die charmante Kirsten kann ihn nicht besänftigen.

Also Auslaufen. Blauer Himmel und 7 Beaufort. Salziges Duschen beim Queren des Riffgats. Vor allem Roland am Ruder wird nass. Bei achterlichen Wind und mit ausgebaumter Genua segeln wir an den weißen Stränden der ostfriesischen Inseln vorbei. Übermut kommt auf. Die " Power - Segler " Tobias und Lutz bezeichnen den Skipper Jenny, der eingerefft hat, als " Bremser ".

Auf Norderney machen wir an der " Sposmoker II " des Weltumseglers Gerd Engel, der als Einziger im Hafen liegt, fest. Mann fühlt sich gleich viel see - erfahrener.

Was macht den Nordseetörn komplett? Trockenfallen im Watt, am Besten hinter Wangerooge. Ungläubig stapfen einige Nord - seeneulinge um das trocken liegende Schiff herum. Wir genießen das Inselpanorama bei wechselndem Licht. Mit auflaufend Wasser verholen wir nachts das Schiff in den Wangerooger Hafen.

Am frühen Morgen einmal um Wangerooge herum in den Strom. Der Nieselregen kann uns den Spaß nicht verderben. Also setzen wir zum letzten Mal die Segel und nehmen Kurs auf Hooksiel. Als wir die Schleuse passieren stellt sich Wehmut ein. Alle sind sich einig: ein erlebnisreicher und anspruchsvoller Törn der allen noch lange in Erinnerung bleibt. Auch wenn er nicht vor Elba stattfand!

Bericht eines Schülers

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5 Berichte über unsere Segeltörns zum Leuchtturm Roter Sand

Nr.1:

Von Simone Lechner ( 15 Jahre )

Mit viel Vorfreude versammeln wir uns am Vorhafen Hooksiel mit weiteren 4 Teilnehmern,dem Skipper Jens Rönner und Uwe Liehr von Net - Maritime auf der Segeljacht " Satimo ". Bei einem Glas Sekt zur Begrüßung überbrücken wir den ersten Regenschauer. Nach einer kurzen Einweisung nahmen wir Kurs auf " Mellum Plate ". Unterwegs konnte man die Leuchttürme " Minsener Oog ", " Tegeler Plate " und " Hohe Weg " sehen. Inzwischen schien sogar die Sonne und die ersten Fotos wurden geschossen. Langsam segelten wir in Richtung " Roter Sand ". Plötzlich kam über Funk die Nachricht : " Mann über Bord ", auf der Fähre Helgo - land. Sofort wurden die Segel eingeholt und mit Motorkraft steuerten wir auf die Unglücksstelle zu, die nur ca. 3 Seemeilen von uns entfernt lag. Alle Schiffe in der Nähe, sowie das Rettungsschiff und der Hubschrauber der DGZRS beteiligten sich an der Suche nach dem Schiffbrüchigen. Nach etwa 45 Minuten konnte der Mann vom Beiboot der Helgolandfähre geborgen und nach längerer medizinischer Versorgung mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Nun ging es endlich zum " Roten Sand ", dem König der Leuchttürme. Frisch angestrichen strahlte der Turm in seiner ganzen Schönheit. Obwohl die Sonne schien, fing es an zu regnen, dennoch waren alle begeistert und schossen massenhaft Fotos. Nachdem wir ihn mehrmals umrundeten, mussten wir schweren Herzens Abschied nehmen, doch der nächste Leuchtturm, " Alte Weser ", war schon in Sicht. Auch dieses Bauwerk sahen wir aus der Nähe und in Verbindung mit einem wunderschönen Regen- bogen. Nun nahm die " Satimo " Kurs auf die Insel Wangerooge, wobei das Leuchtfeuer vom neuen Leuchtturm Wangerooge aus der Ferne zu sehen war, vorzeitig jedoch drehten wir wegen einer Gewitterfront ab, in Richtung Festland. Inzwischen begann es stark zu regnen und wir aßen gemütlich unter Deck zu Abend ( Kartoffelsalat mit Würstchen ). Während wir in der Abenddämmerung wieder zum Hafen Hooksiel fuhren, passierten wir einige verschiedene Leuchttonnen und erlebten das Ober- und Unterfeuer " Voslapp " in Aktion.

Ein schöner Tag ging langsam zu Ende. Wir tauschten unsere Adressen aus und verabschiedeten uns.

Mir hat der Törn sehr gut gefallen, daman nette Leute traf, etliche Leuchttürme sah und auch selbst mal das Steuer übernehmen durfte. Außerdem hatten wir Glück mit dem Wetter und wir haben viel über das Segeln, die Navigation und die Leuchtfeuer erfahren.

Ein großer Dank geht an Jens Rönner und Uwe Liehr, die viele Fragen beantworteten und uns interessante Sachen erklärten.

Diesen Tag werde ich nie vergessen!

Falls jemand mit mir Kontakt aufnehmen möchte, meine Adresse : Simone Lechner ( 15 Jahre ), Buschhüterdyk 45, 47803 Krefeld, E - Mail : SIMO25L@aol.com

Nr.2:

E - Mail von Ulla ( die an Land geblieben ist ) und Bimbo ( der mit Petrus den Wetterdeal gemacht hat, weil er es gerne so schaukelig haben wollte, wie Ihr es hattet.....).

Lieber Uwe, lieber Jens, jau, das war eine supertolle Aktion und ich durfte mir die ersten Eindrücke am Donnerstagabend noch bis nachts so kurz vor drei anhören, was für mich ebendso spannend und aufregend war. Also eines steht fest: An Bimbo habt ihr einen neuen Fan gefunden, der wirklich schlichtweg begeistert war und sich jetzt schon auf weitere Informationen von Euch freut! Großes Lob seinerseits noch an Euch und ein herzliches Dankeschön für die perfekte Durchführung!

Wir wünschen Euch auch alles Gute und hoffen wirklich bald wieder gemeinsam " n See stechen zu können " !

Liebe Grüße !

Nr.3:

Betr. Segeltörn zum " Roten Sand ", am 13. September 2001

Lieber Jens, erinnerst Du dich an die beiden " alten Knacker " auf Deinem Leuchtturmtörn? Na gut, einer davon bin ich ( der Schreiber dieser Zeilen ). Ist das nicht eine prima präzise Personenidentifikation?

How ever - Du wolltest eine E - mail - message. Hab`ich ja versucht! Aber die Papprolle wollte partout nicht in den Computer rein. Als der schließlich qualmte hab` ich`s aufgegeben und schicke Dir nun die Rolle per Post.

Ob es mir gefallen hat, die Seefahrt mit Dir? Sehr!! War vielleicht nur ein bißchen zu viel " Wooling " an Bord, to many people. Obwohl, die Lady am Ruder hat mir schon gut gefallen! Sie machte ihre Sache wohl ganz gut (?). Aber vor allem, konnte sie vor- züglich, den Mund halten. Das mag ich.

Mike, im Gegensatz dazu, der konnte das nicht immer ( s. Foto ) und da kam mir denn auch die Idee, daß Du das Turmposter mit dem Mike-Bild zieren könntest, zu so einer Art Fotomontage, die Du dann in Dein Office hängen könntest. Als Werbegag. Devise: Erleben Sie mit uns eine der schönsten Erektionen der Welt. Schon bei mäßig bewegter See dürfen Sie auf aufwühlende, tiefempfundene Ergriffenheit und - leewärts - auch auf lustvolle Befriedigung ( der Magen - Nerven ) rechnen! Na sicher fällt Dir dazu auch was Intelligenteres ein.....

Mit freundlichen Grüßen und einem Dankeschön für ein schönes Erlebnis !

Hans Jürgen Keller

Nr.4:

Betr. Segeltörn vom 15.06.2002

Hallo Jenny, es ist zwar schon lange her, dass wir mit Dir auf der Nordsee waren. Aber trotz allem wollten auch wir uns noch einmal bei Dir melden! Denn der Segeltörn war klasse! Und das wollten wir Dir auf diesem Wege noch mitteilen!

Es war ein Samstag ( der 15.06.02 ) und wir haben uns mittags auf dem Schiff getroffen. Es war ein Gewitter vorhergesagt und der Wind ließ viele Hobbysegler im Hafen bleiben. Wir sind trotzdem ausgelaufen und haben den Leuchtturm " Arngast " aus nächster Nähe kennengelernt. Nicht nur das. Du hast uns viel erzählt, über die Leuchtfeuer und alles was zum Segeln dazuge - hört. Und auch, wenn wir nicht die ersten waren, die das alles kennengelernt haben, so hat man doch gemerkt, dass es Dir noch immer viel Spaß macht mit " Wildfremden " fast allesamt Nichtsegler, auf der Nordsee einen Tag zu verbringen. Und auch wenn wir den Leuchtturm " Roter Sand " nur entfernt sehen konnten, hat es uns viel Spaß gemacht und freuen uns, irgendwann wieder dabei zu sein, um dann auch diesen Leuchtturm aus nächster Nähe sehen zu können!

Wir waren diejenigen, die diesen Leuchtturmtörn zur Hochzeit geschenkt bekommen haben und vorher gar nicht wußten, dass man so etwas mitmachen kann! Wir sind schon neugierig, ob auch Du den Weg auf den Leuchtturm von Wangerooge gewagt hast.....?

Und wünschen Dir, auch weiterhin " Eine Handbreit Wasser unterm Kiel " !

Bis dahin Kirstin und Ralf Baxmann aus Delmenhorst

P.s. : Dieses Wochenende waren wir auf Langeoog und haben festgestellt, dass die gar keinen Leuchtturm haben, nur einen Wasserturm. Oder ?

Nr.5:

Betr. Segeltörn - Roter Sand - am 10.Juni 2002

Hallo Jens, anbei schon ein paar erste Bildeindrücke vom Segeltörn " Roter Sand " am Montag den 10. Juni 2002. Natürlich gibt es noch viel mehr Bilder, die brennen wir Dir auf eine CD und schicken sie Dir zu. Wir werden sie auch schon fürs`Internet aufbereiten, falls Du das ein oder andere Bild im Internet veröffentlichen willst. Damit Du jetzt nicht zu lange warten mußt, habe ich vorab ein paar schöne und nette Fotos zusammengestellt. Übrigens, das Foto von Dir vor dem " Roten Sand " ist TOLL geworden! Einen Törnbericht schicke ich Dir auch noch zu, muß ich noch " verfassen ". Aber schon jetzt kann ich Dir sagen: es hat uns riesigen Spaß gemacht ( auch wenn der Wind etwas " unberechenbar " war und die Temperaturen zum Schluß etwas kühl ). Ich denke, das war nicht das letzte Mal, daß wir uns gesehen haben. Wir hatten immer schon den Wunsch, Segeln zu lernen, der eintägige Segeltörn war ein erster Vorgeschmack, der uns nur in unserem Wunsch bestärkt hat. Mal sehen, ob wir es hinkriegen, einen Kurs zu belegen und den ersten Schein zu machen. Dann bist Du der erste, bei dem wir anfragen werden! Jetzt lassen wir mal den ersten Törn in uns nachwirken. Du hörst in Kürze wieder von uns.

Viele Grüße auch an Manni, Gaby und Rüdi

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Presseartikel aus dem Osterholzer Anzeiger vom 27.03.2002

Nahtübungen an der Schweineschwarte. Seminar " Notfallmedizin an Bord " kam bei Teilnehmern gut an !

Ritterhude (uw). Wer gut vorbereitet und trainiert ist, der meistert sicherer und besser Notsituationen, weiß Jens Rönner aus Erfahrung. Aus diesem Grund führte der Skipper und Segellehrer das Wochenendseminar " Notfallmedizin an Bord " für Segler und diejenigen, die es werden wollen, durch. Zwölf Interessierte machten sich auf den Weg in die Zivildienstschule in Ritterhude. Das es nicht mehr waren, wundert schon, wenn man bedenkt, dass fast 40.000 Segler an Weser, Elbe und Nordsee in Vereinen die- sen Sport betreiben. " Die Leute nehmen die Gefahr nicht ernst, sie sind zu unerfahren und es passieren Dinge, die nicht passieren müssten, wäre man vorbereitet ".

Natürlich hofft jede Crew, dass niemandem etwas zustößt, aber wie schnell quetscht sich jemand die Finger an der Winsch oder fällt sogar ins Wasser.

Der erfahrene Notfallmediziner Jörn Hock aus Lilienthal vermittelte den Teilnehmern praxisnah, wie in Notsituationen auf See richtig gehandelt wird. Auch Jens Rönner war wieder mit dabei, " um am Ball zu bleiben ", wie der Veranstalter selbst sagt. Ein Thema, das auf dem Seminar behandelt wurde, war die funkärztliche Beratung. Gerät ein Segler beispielsweise auf der Nord- see in Not, gibt er einen Funkspruch an die Leitzentrale in Bremen. Von dort aus wird er mit einem Krankenhaus in Cuxhaven verbunden. " Dort sind speziell geschulte Ärzte, die über Funk helfen können ", berichtet Jens Rönner. Der Begleiter auf dem Schiff sollte dann in der Lage sein, an dem Verletzten einfache Untersuchungsmethoden - immer in Absprache mit dem Arzt am anderen Ende der Leitung - durchzuführen. Und wie diese Hilfe dann aussehen sollte, erfuhren die Segelfreunde auf diesem Seminar.

Wie wichtig eine Bordapotheke ist, war vielen gar nicht richtig bewusst. " Für manche war das sogar ein Aha - Erlebnis ", so Jens Rönner. Auch waren sich einige gar nicht im klaren, wie schnell man eine Unterkühlung bekommen kann. Mit dem Anlegen eines Verbandes haperte es ebenfalls hier und dort. Gezeigt wurde zum Beispiel auch, wie Beine oder Unterarme geschient, Personen wiederbelebt oder Verletzte an Bord gelagert werden. Einer anderen Person eine Spritze zu geben sei nicht so schwer, wie viele vielleicht denken, sagte Jens Rönner. Der 36 - Jährige schränkte aber ein, " dass es bei der Partnerin oder dem Partner doch ein mulmiges Gefühl bereitet.

Auch das Nähen einer Platzwunde will gelernt sein. Um diese Übungen ausführen zu können, besorgte er beim Schlachter Schweineschwarten. Daran konnten die Seminarteilnehmer ihre Stiche ausprobieren und wenn man den richtigen Knoten kann, ist alles ganz einfach!

Am Ende des Kurses waren sich alle Beteiligten einig: Es hat Spaß gemacht und es war sehr lehrreich. " Das, was wir gelernt haben ", so Jens Rönner, " kann auch auf jeden Fall im Straßenverkehr und nicht nur auf dem Boot angewendet werden. Der gelernte Schiffsbauer und Ausbilder im Bootsbau, der sich mit der Eröffnung seiner Segelschule im vergangenen Jahr einen Jugendtraum erfüllt hat, will das Seminar Ende des Jahres wiederholen.

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3 Berichte Jollensegeln auf dem Ijsselmeer

Nr.1

Am 16.10.2002 schrieb Tanja:

Das Wetter: War zwar saukalt, habe aber trotzdem nicht gefroren. Lag wohl daran, daß ich immer ans Kentern gedacht habe und daran, daß ich mich schön warm anziehen muß. Außerdem denke ich, daß man ernsthaft auch an die richtigen wind- und wasserfesten ( auch multifunktionalen ) Klamotten denken muß und nicht mal eben die Regenhose von Aldi anne Kasse mit - nimmt

Die Gruppe: Es ist immer wieder toll, für eine begrenzte Zeit mit Leuten was zu machen - also wirklich aktiv zu sein, auch vielleicht Pilze sammeln oder Fußball gucken - etwas, wo man was erlebt und darüber reden kann. Auch mal Fremde und sich selbst in außergewöhnlicheren als den alltäglichen Situationen zu erfahren. Diese Gruppe hat, wie ich finde, gut harmoniert. Für mich gab es keinen, der da nicht reinpaßte. Auch war sie nicht zu groß, vielleicht sollte sie aber auch nicht viel größer sein.

Das Boot: Tja, was soll die kleine Tani da sagen - " schönes Boot - war mir bekannt, war passig für mich bei dem Wind..... ( ein bißchen zu beige, aber papperlapapp - es war ok ). Nächstes Jahr mehr zu dem Thema. Ach ja, BEKEN OF COWES, die könnte mir noch gefallen.

Das Training: Das Trainingsprogramm war für mich optimal. Und auch die, die immer nur kacheln wollten, sollen noch mal darüber nachdenken. Ich denke, wenn man auch die kleinen feinen Bewegungen beherrschen lernt, profitiert man gerade beim schnellen Segeln. Außerdem, mal ehrlich : zum Kacheln war doch am Sonntag genug Wind, Zeit und vor allem Platz ( aber na - ja, die mit der großen Klappe müssen dann doch die letzten Stürze erst mal verdauen ). Gut fand ich auch die wechselnden Zusammensetzungen, denn auch das muß man trainieren - die Partner einzuschätzen, zu sehen, wodrauf man selber hören will, bzw. muß. Insgesamt war es eine gute Mischung, abwechslungsreich in jeder Hinsicht.

Der Skipper: Ach Jenny, Du machst das schon ganz gut. Ich glaube, Du hast im organisatorischen Bereich ein wenig Defizite ( was, wann, wo ), aber das machst Du im pädagogisch - psychologischem Bereich wieder allemal wett. Das finde ich auch viel wichtiger : zu sehen, wer kann was, wer könnte besser mit wem, wann sag ich wem was, wann sag ich nix und laß sie machen - doch, dafür hast Du ein sogenanntes Händchen. Und auch Kirsten ergänzt das Geschehen bestens, weil sie auch manchmal ausgleicht, was fehlt.

Das Team: Meinst Du jetzt uns alle? Wenn ja, dann siehe auch - die Gruppe -. Es liegt sicher auch an der Sache selbst - also an der sportlichen, leicht heiklen Unternehmung, daß sich hier die Qualität von Teams ganz besonders herrauskristallisiert. Darum denke ich, daß ein gewisses Prickeln, was Du z.B. durch die unterschiedlichen Aufgaben und auch die wechselnden Zusammensetzungen der Leute erreichst, ein gutes Mittel ist, um die Teilnehmer abseits ihres beruflichen und privaten Alltages einfach mal zu konfrontieren mit einer echten Teamarbeit. Das ist vielleicht auch das, warum die meisten von diesen Wochen - endtörns ( und dem Segeln überhaupt ) für eine Weile zehren.

In diesem Sinne : Liebe Kirsten, lieber Jenny : weiter so. Ich wäre gerne dabei. Tanja

Nr.2

Am 17.10.2002 schrieb Sebastian Loewer

Moin, Jenni

Es hat mir wirklich gut gefallen. Zeitweise dachte ich mal, dass ich ja Deine Arbeit mache, wenn ich bei drei Damen Anfängerschulung betreibe, aber die waren alle drei so nett, dass es trotzdem Spaß gemacht hat. Vielleicht solltest Du künftig noch mehr mit der Kundschaft im Boot segeln? Hier kommt mein Bericht:

Das Absegeln am 12./13.10.02 war meine erste Tour mit Jenni Rönner. Gleich bei meiner Ankunft am Vorabend fiel mir auf, wie freundlich aufgeschlossen die Gruppe, die sich zum Teil schon länger kannten, mir als Neuem gegenüber war. Ich fühlte mich schnell dazugehörig. Abends ging es, was wohl Tradition ist, in eine gemütliche Kneipe, wo es leckere Riesenpizzen gab. Danach saßen wir noch länger in der Jugendherberge, die Jenni extra noch mal für uns hatte öffnen lassen. Aufgrund der Wetterprognose legte Jenni eine Tour für den nächsten Tag fest, die ein Optimum an gemütlichem Seensegeln, Kanalkreuzen und Landschaft gucken darstellte und je nach Wetter, Lust und Laune beliebig abgekürzt oder verlängert werden konnte.

So waren wir nur zu kurzem Motoreinsatz gezwungen, als es am nächsten Tag ( mir zu spät und anderen zu früh ) gegen 10.00 Uhr losging. Das Wetter war die ganze Zeit Klasse! Fast immer genug Wind, nie Regen, teilweise etwas kühl ( morgens 3 Grad). Bei der Verteilung der Teilnehmer ( es wurde immer wieder getauscht ), durch Jenni, hatte ich Glück und bekam dreimal je eine sehr nette Begleitung. Immer wieder wurden neue Etappen festgelegt, wo wir uns wieder treffen würden. Dazwischen übten wir, jeder für sich, Mannöver oder lieferten uns kleine Regatten.

Abends ging es wieder in die Pizzeria : Inzwischen kam es mir schon so vor, als würde ich alle schon lange kennen. Zwei Teilnehmer feierten ihren Geburtstag, es gab spontan organisierte Geschenke. Es wurde recht spät......

Am nächsten Tag war Segeln auf dem Heeger Meer angesagt. Immer wieder erklärte uns Jenni Dinge, die ihm aufgefallen waren oder zeigte uns Neues, wie z.B. Rückwärtssegeln oder das Anlegen mit Nahezu - Aufschiesser. Zwischendurch legten wir in Häfen an, wo es Kaffee, Pommes oder "Appelgebäck" gab. Um 17.00 Uhr waren wir pünktlich zurück und nach einer Abschluss - besprechung dann wieder schnell auf der Heimreise.

Besonders hat mir gefallen : Dass die Gruppe einem den Einstieg so leicht macht, dass Jenni die Teilnehmer so gewähren lässt, wie sie wolle, dass immer wieder die Besatzungen getauscht wurden, dass die Touren voll ausgenutzt wurden, was vom Wetter und vom Können und der Laune der Teilnehmer möglich ist und dass ich jetzt weiß, wie man rückwärts segelt.

Sebastian Loewer

Nr.3

Am 18.10.2002 schrieb Claas

Moin Jenny,

immer wieder freue ich mich auf die Termine, wenn Du zum Jollensegeln in Holland rufst.

Bislang habe ich an vier Wochenendkursen mit den Polyvalken auf dem Heegermeer, Slotermeer und den angrenzenden Kanälen teilgenommen.

Es ist jedesmal von neuem ein schönes, entspannendes aber zugleich auch aufregendes Segeln in diesem wunderbaren Revier. Jedesmal lernten wir neue sympatische wassersportbegeisterte Mitsegler kennen, die einem nie das Gefühl gaben noch nicht zur Gruppe zu gehören. Dieses ist natürlich ein Verdienst von Kirsten und Dir.

Neben Deinen überragenden seglerischen Fähigkeiten, die Du jederzeit an den Mann / die Frau bringen kannst gehören Deine Menschlichkeit, mit dem Gespür für jedermann unbedingt dazu. In jeder Situation bist Du Freund und Segellehrer zugleich um "mit der Ruhe des weitgereisten Mannes" allen dienen zu können.

Die Abende nach den lehrreichen Touren, wenn die Gruppe erschöpft aber meistens glücklich zusammensitzt und das eine oder andere Bier trinkt, wenn Erfahrungen und blöde Sprüche ausgetauscht werden, dieses alles sind tolle Erlebnisse die man mitgemacht haben muß.

Die Tatsache das sich die Holländischen Wassersportfreunde außerordentlich fair gegenüber uns Anfängern verhalten, verlangt Hochachtung und sollte als Anreiz derer dienen die sich z.B. in unseren Gewässern arrogant und selbstherrlich gegenüber den vermeintlich schwächeren aufspielen.

All dieses und noch viele nette Kleinigkeiten mehr sind immer wieder Grund genug mit Euch zu Segeln.

In Freundschaft Claas

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Sturmtraining auf dem Ijsselmeer vom 25.04 - 02.05.2003

Nichts ahnend bucht man einen wohl weißlich für sich ausgesuchten Segeltörn, auf einer Elan 36, für eine Woche auf dem Ijsselmeer. Doch wie heißt es so schön bei der Segelschule Rönner : "Ausbildung, Reisen und mehr", doch dazu später noch mehr.

Wenn sich eine völlig neu zusammengewürfelte Crew das erste Mal zu einem Segeltörn trifft, ist es natürlich immer wieder spannend, was für Charaktere aufeinandertreffen. Die Vorgaben und Ziele jedes Einzelnen sind unterschiedlich. Jeder muss sich beschnuppern. Die ersten Meinungsbilder werden sich zurecht gelegt und alle hoffen auf eine schöne, lehrreiche, spaßige und/oder erholsame Woche. Ja haben wir denn schon Weihnachten? Können denn alle diese Wünsche in Erfüllung gehen? Sie können! Die Segelschule Rönner macht`s möglich!

Ich segle noch nicht lange und habe mir einen tollen ersten Törn erhofft und ich denke ich habe ihn bekommen und bin nun vom Segeln infiziert. Danke Jenny, du hast es richtig angepackt!

Unsere Crew bestand aus zwei Frauen : Mirja - eine gute Rudergängerin und unsere Schlagerqueen. Katja - die gute Seele an Bord, bis die Männer ohne Haare kommen.

Und vier Männern : Gerrit - als Finanzminister klasse, die Musik kann immer noch härter sein. Michael - unser Backgenie macht aus Krümmeln die besten Sachen. Jenny - was kann man noch sagen, jeder Situation gewachsen. Frank - das bin ich, einer macht sich ja immer zum Kasper.

Eine bunte Crew mit unterschiedlichsten Berufen und alle " fast " ein Jahrgang.

So, jetzt geht es aber los. Nachdem wir Proviant in Lemmer eingekauft hatten mussten wir schon das erste Mal umdisponieren. Laut Jenny waren es Lebensmittel und Getränke für einen Monat bei fünfköpfigen Raupen als Gäste. Aber man soll ja gut leben! Nachdem wir uns an Bord zurecht gefunden hatten, die Kabinen zugewiesen wurden und nach der ersten kleinen Marina - Rundfahrt alle noch guter Dinge waren, sagten wir uns das alles schon klappen wird!

Der Rundtörn über das Ijsselmeer konnte starten. Es wurden im Vorfeld keine Häfen festgelegt, wo man unbedingt hinfahren müsste. Hauptsache immer hart am Wind. Schnell hatte sich die Crew eingespielt. Jeder konnte seine Stärken einbringen und wurde unterstützt bei den Dingen, die man lernen wollte. Eigentlich kann man bei 2 bis 3 Windstärken alle Manöver sehr gut üben, ohne das dass " Mann über Bord " Manöver real wird.

Der Wind meinte es aber besonders gut mit uns. Jeden Tag hatten wir 5 bis 7 Windstärken. Unsere einzelnen Tagestörns über Marken, Lilystad, Enkhuizen, Hoorn oder Hindeloopen waren das reinste Sturmtraining. Ein Törn endete mit Sturmböen bis 10 und Regen quer. Das Ijssel- oder Markermeer kann dann auch schon ziemlich kipplig werden. Höchstgeschwindigkeit laut GPS 15,8 kn. Jenny hat aber nichts extra kassiert!

Und ich als Benjamin durfte dann, als Übung natürlich, bei klasse Seegang komplett Sicherheitsleinen auf dem Deck legen! Die Dusche am Morgen hätte ich mir schenken können!

So kam jeder in den Genuss als Rudergänger sein Können zu zeigen oder sich an der Winsch auszutoben. Und war die Krängung auch fast 40°, so wurde um die Mittagszeit versucht zu kochen oder es wurden Schnittchen gereicht. Mann will ja gut leben! Bei dem einen blieb alles drin, der andere hatte gepflegten Lebensmittelauswurf. Alles kein Problem, die Lifebelts wurden angelegt und Tempos gereicht.

Jenny seine Aufgabenstellungen wurden immer besser umgesetzt. Neue Ziele kamen auf und keine Wende unter 3kn. Geschafft!

Neben den vielen grundlegenden Dingen, die man lernte, spielte natürlich auch der gesellschaftliche Aspekt eine Rolle. Die ganze Woche war das reinste Zwerchfelltraining. Eine klasse Truppe hatte sich gefunden! Mit Spaß an der Sache kann man am besten lernen und wir haben viel Spaß gehabt! Jenny, der immer Herr der Lage war, strahlte durch seine Person und sein Wissen Ruhe auf die Crew aus. Die wiederum dadurch beste Möglichkeiten bekommen hatte vieles Aufzunehmen.

Ihr mögt denken, der trägt ja ganz schön dick auf!? Aber ich wünsche jedem eine so tolle Crew und solch einen Skipper! Etliche Geschichten könnte man aufschreiben, ob tanzen auf dem Kartentisch, beim Königintag in Enkhuizen oder der tolle Sonnenuntergang in Lilystad.

Eigene Erfahrungen an Bord können aber all die Worte und Geschichten nicht ersetzen. Unsere Crew bleibt zusammen und fährt im August wieder nach Holland zum Jollensegeln.

Die Segelschule Rönner macht´s möglich. Sie bietet halt Ausbildung, Reisen und mehr. Also buchen und volle Energie vorraus!

Danke für die schöne Woche

Frank

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Überführungstörn Nordsee 2003 / Lemmer-Helgoland-Hooksiel

Hallo Jenny,

hier noch ein kurzes feedback meinerseits:

1. Der Törn war Klasse und hat mir viel Spaß gemacht!

2. Natürlich wäre mehr Wind toll gewesen, aber den können wir ja noch nicht selber machen......

3. Als wir durch das Ijsselmeer motorten, dachte ich schon, wir müßten Helgoland knicken und direkt nach Hooksiel fahren. " DANKE ", dass wir doch noch auf dem schönen Fuselfelsen waren!

4. Ich habe wieder was dazugelernt, insbesonders die Nachtfahrt / Radar war toll. Ausgesprochen tröstlich und sympatisch fand ich, dass auch Profis wie Du und Peter gelegentlich noch kleine Fehler machen ( Hafeneinfahrt bzw. Anlegen in Hooksiel.. ).

5. Ganz herzlichen Dank fuer " Roter Sand " und die Prickenfahrt durchs Wattenmeer! Wer die Inseln und Mini-inseln mal von See aus erlebt hat, muß eigentlich zum Naturschützer werden, denke ich.

6. Mit " 7 Unbekannten " loszufahren, war ein Abenteuer für sich. Nette Truppe! Übrigens: wer hat sich eigentlich ausgedacht, dass wir nicht über unsere Berufe sprechen, Lothar vielleicht?

7. Ich sah, dass am Donnerstag auf dem Navitisch einige Meilenbestätigungen oder ähnliches lagen, bin aber nicht mehr dazu gekommen, Dich danach zu fragen. Kann ich sowas auch bekommen? Falls ich mich eines Tages doch zum SSS entschließe? Gegen Gebühr? Oder was?

8. Du kannst meine Adresse und Email gerne an die anderen Mitsegler weitergeben. Mit Andreas habe ich sowieso schon die Daten getauscht. Auch wegen der Fotos.

9. Kann gut sein, dass ich nächstes Jahr nochmal mitfahre - d.h. falls Du mich nochmal mitnimmst und meine familie mich läßt.

10. Schön, Deine Frau noch kurz in Hooksiel zu treffen. Alles Gute für Euch weiterhin und für den Seglernachwuchs in spe!!!

Herzlichst Albrecht Brockhaus

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3 Berichte über unsere Segeltörns zum LT " Roter Sand " im Jahr 2003

Nr.1:

Betr. Leuchtturmtörn vom 14.06.2003

Hallo Jenny,

ich ( Georg, 2,04m groß ) habe am 14.06.2003 die Leuchtturmtour mitgemacht und möchte Dir, auf diesem Weg, für die Tolle Tour und den schönen Tag danken! Ich finde, Du hast deine Sache rundherum " super " gemacht, die Leute bei Laune gehalten und mit lockeren Sprüchen und vielen Informationen den Tag kurzweilig werden lassen! Da ich, wie viele andere auch, natürlich eine Menge Fotos gemacht habe, möchte ich Dir eine kleine Collage zukommen lassen. Ich finde, die ist ganz toll geworden! Vielleicht kannst Du sie ja auf deinen Seiten verwenden? Eine kurze Antwort, als mail, würde mich freuen! Werde sicherlich noch einmal eine Tour bei Dir buchen und deine Adresse im Freundes - und Bekanntenkreis mit positiver Empfehlung weitergeben!

Viele Grüße / sail on Georg

Nr.2:

Betr. Roter Sand und andere ( leider nicht bei Nacht )

Hallo Jens,

hier die versprochenen Bilder von unserem Törn. Für mich zu wenig gesegelt, aber trotzdem Freundin infiziert. Wer Seekrank wird und trotzdem nach mehr verlangt muß infiziert sein! Kompliment für Deine Art ein Schiff bzw. eine Gruppe zu führen, alles unter Kontrolle zu haben und doch nie den " Chef " raushängen zu lassen, ist die wahre Kunst. Wenn Du im August über den Teich segeln würdest wäre ich dabei; wie war das mit dem Jollenkreuzertörn in Holland? Da würde Gaby nämlich gerne dabeisein. Die erste Frau, für die es ein Zweitesmal geben darf.

Mach weiter so! Gerhard

Nr.3:

Betr. Leuchtturmtörn 31.05.03

Hallo Jenny,

als erstes möchten wir unsere Begeisterung für diesen Segeltörn ausdrücken. Es war einfach rundum Klasse! Das Angebot im Juni 2003 für einige Tage mitzusegeln ist sehr verlockend, deshalb ärgert es uns um so mehr, dass wir kein Frei bekommen um mitzusegeln. Wir haben uns bei Euch sehr wohl gefühlt und buchen mit Sicherheit bald wieder einen Törn bei Euch. Im Anhang findest Du zwei Bilder des " Roten Sandes " mit dem historischen Segler im Hintergrund.

Wir wünschen Euch immer mindestens eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und eine erfolgreiche Saison. Macht weiter so!!

Liebe Grüße aus Bremerhaven senden Diana und Jan

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Zeitungsartikel 07.06. 2003 " P.Langenheinikes Törn zum Leuchtturm "

Von Rainer Jörger / Südkurier

Peter Langenheinike ist ein aktiver Mann. Der 53-jährige Verwaltungsangestellte aus Schwenningen hat mit seinem Fahrrad fast alle Flüsse Deutschlands abgeradelt. Es gibt aber eine Sache von der er schon lange träumt: Peter Langenheinike würde gerne einmal auf einem Leuchtturm übernachten. Im Rahmen der SÜDKURIER - Aktion " Wünsch Dir was " hoffte er, dass vielleicht sein Traum in Erfüllung gehen könnte. Und siehe da: Es klappte.

Freilich: Langenheinikes Wunsch war eigentlich nicht erfüllbar. Alle deutschen Leuchttürme sind seit vielen Jahren unbemannt, kein Leuchtturmwärter wacht mehr über die Technik und Funktionsfähigkeit. Kollege Computer hat auch diese Tätigkeit übernommen. Lediglich auf dem Leuchtturm " Roter Sand " im Jadebusen vor Wilhelmshaven können Touristen nächtigen. Die Sache hat aber zwei Haken: Eine Übernachtung kostet 399.- Euro und " Roter Sand " ist für mehrere Jahre vollkommen ausgebucht.

Dennoch sollte der Wunsch von Peter Langenheinike auf eine andere Art und Weise in Erfüllung gehen. Der Skipper Jens Rönner und die Firma Netmaritime luden ihn ein, auf einer Segelyacht, den berühmten Leuchtturm " Roter Sand " und seine Kollegen im Jadebusen näher kennen zu lernen.

Es ist 13 Uhr: Im Hafen von Hooksiel wartet Jens Rönner bereits auf seine Gäste. " Moin, Moin", begrüßt er zünftig seine Gäste. " Da haben Sie ja ein Bombenwetter mitgebracht ". Es ist 28 Grad warm und kein Wölkchen am Himmel. Die Nordsee zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung legt die Segelyacht "Baas" ab. Am Steuer steht Peter Langenheinike, der gekonnt das Schiff aus dem Hafen auf die offene See bugsiert. " Für eine süddeutsche Landratte machst Du das ja ganz gut ", lobt der Skipper. " Aber jetzt setzen wir erst einmal die Segel, dann wird die Fahrt erst richtig schön. Die Baas legt sich sanft zur Seite und nimmt Fahrt auf, während Skipper Jenny die Funktion der vielen Leuchttürme und Signalbojen erklärt Und plötzlich taucht " Roter Sand " am Horizont auf: Sechs Seemeilen nordöstlich der Insel Wangerooge, mitten in der Nordsee. Das schwarz-weiß-rote Bauwerk gilt zu Recht als der Leuchtturm aller Leuchttürme. Seine wechselvolle Geschichte begann im 19.Jahrhundert, als zunehmender Schiffsverkehr immer bessere Seezeichen notwendig machte. Auf die Anregung, ein weiteres Feuerschiff in der Wesermündung auszulegen, schlug das preußisch-bremisch-oldenburgische Tonnen- und Bakenamt aus wirtschaftlichen Gründen den Bau eines Leuchtturmes vor. Als navigatorische günstiger Standort wurde eine Untiefe in der Weser mündung - der Rote Sand - gewählt.

Das maritime Bauwerk besteht aus vier Etagen und dem Laternenaufbau. Über dem Eingangsgeschoss, das als Lagerraum diente, befindet sich der Schlafraum mit neun Kojen, im dritten Geschoss der Aufenthaltsraum mit Küche und ganz oben der Dienstraum mit den charakteristischen drei Erkern.Das Leben der drei Leuchtturmwärter war eintönig und hart. Es war nicht selten dass die Besatzung wegen schweren Wetters erst Wochen später abgelöst werden konnte.

Ganze 79 Jahre warnt der Leuchtturm vor dem gefährlichen Riff Roter Sand und wies den Schiffen mit seinem Haupt - und Quer markenfeuer den Weg nach Bremen und Bremerhaven. Als 1964 der neue Leuchtturm " Alte Weser " seinen Dienst aufnahm schien das Ende des gelöschten Feuers " Roter Sand " besiegelt: der Nordsee überlassen, würde die rauhe See langfristig den Turm zerschlagen, befürchtete man. Doch das Interesse der Öffentlichkeit und verschiedener Vereine brachten die für eine nachhaltige Sanierung nötigen Mittel auf, und das Land Niedersachsen stellte das Bauwerk unter Denkmalsschutz.

Skipper Jens Rönner ist ein wandelndes und maritimes Lexikon. Der 38 - jährige Segelprofi versteht es, seinen Gästen die Geschichte und Funktion der nautischen Wegweiser näher zu bringen. Inzwischen sind beinahe zehn Stunden wie im Flug vergangen und die Segelyacht " Baas " hat wieder Kurs nach Hooksiel aufgenommen. Die Sonne ist untergegangen und alle Leuchttürme senden ihre Lichtsignale in die Nacht. Jens Rönner bringt Klarheit in das Wirrwarr und erklärt detailliert die Lichtsignale.

Mit sonnengebräuntem Gesicht und mit unvergesslichen Eindrücken verlässt Peter Langenheinike die Segelyacht " Baas ". Inzwischen sind ihm richtige Seebeine gewachsen. Zum Abschied erklärt er seinem " Wünsch - Dir - was " - Skipper Jens Rönner, dass er sehr viel gelernt hat. " Ich war heute sicherlich nicht das letzte Mal auf See "!

Rainer Jörger / Südkurier

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Delphine, Cevacipci und viel Wind : HIV-Betroffene Jugendliche auf hoher See / Kroatien 2003

Jugendliche vom Törn begeistert!

" Vorne klar? Vorne klar! Dann Leinen los! Kurs 120 Grad! "

Keine zwei Tage hat es gedauert, dann war die Seglersprache kein Problem mehr für die 8 Jugendlichen, die bei dem Törn dabei waren. Dafür sorgte schon der Skipper des Schiffes, Jens Rönner. Gleich von Anfang mussten alle mitanpacken, Leinen losmachen, Pfänder festknoten, Segel setzen und schlussendlich auch das Schiff steuern. Los ging der Tripp in einem kleinen Hafen in der Nähe von Zadar in Kroatien, Sukosan. Allerdings ein wenig verspätet: zuerst war das Schiff von den Vorgängern nicht rechtzeitig abgegeben worden. Aber kein Problem mit einem Katamaran ging es zum Baden, einige waren Tauchen. Dann machte das Wetter nicht mit: eine Bora fegte über das Meer, für eine unerfahrene Crew viel zu gefährlich. So verbrachten alle die Nacht an Bord der GibSea, dem Segelboot, das die Jugendlichen zwei Wochen durch die Adria segeln sollten.

Am Montag war es dann soweit: die Crew stach in See. Zwischen den Inseln der kroatischen Küste durch, mit gesetzter Genua und Großsegel waren sieben Knoten eine Kleinigkeit.Nur die Einfahrt in den Hafen war dann etwas problematisch: zuviel für das Boot, aber nach mehrmaligem Rangieren lag das Schiff dann sicher vertäut. Zu essen gab es Spaghetti, etwas weich die Nudeln, aber nach einem Tag auf See genau das Richtige. Noch ein kleiner Ausflug in den Hafen, um 11 waren dann alle wieder an Bord. Blies der Wind zunächst zu stark, war er dann zu schwach, fast den ganzen nächsten Tag musste unter Motor gefahren werden, Ziel war der Kanal von Sibenik und die Wasserfälle für einen kleinen Landausflug am nächsten Tag. Ganz schmal kam einen der Kanal vor nach zwei Tagen auf dem Meer, fast 100 Meter hoch waren die Felswände, an denen wir entlang tuckerten. Diesmal legten wir nicht im Hafen an, sondern gingen davor vor Anker. Übersetzen mussten alle mit dem kleinen Dingi, rudernderweise. Gekocht wurde heute nicht, dafür gab es im Hafenrestaurant die obligatorischen Cevacipci oder einen Grill-Teller.

Nachtwache beim Ankern in der Bucht, Segeln trotz gerissener Genua, Schwimmen in kristallklarem Wasser, Sich-vom-Boot- hinterziehen-lassen, vom Großbaum springen, Nachts nach den Sternen segeln, das waren wohl die Höhepunkte des Törns. Nicht alles lief glatt an Bord, oft musste zwischen den Jugendlichen vermittelt werden, wer hat hier das Sagen, wer ist der Spassvogel und wer versteht sich am besten mit allen, doch das Schiff, das Segeln schuf und löste die Konflikte. Ohne die Zu- sammenarbeit von allen war das Schiff nicht manövrierfähig, kam man nicht vom Fleck. Diese Erfahrung und das Segeln an sich, das war eine Erfahrung für alle, die sie ohne die Unterstützung des Kiwanis Clubs Basel Merian, der Stiftung Aids und Kind, Baseler Aids-Stiftung und Stiftung für kranke Kinder nicht hätten machen können!

Ökumenisches Aids - Pfarramt beider Basel : Kontakt über www.apbs.ch

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Firmenincentiv

Segelevent am 02.10.2003, auf der Außenweser und Nordsee.

Hallo Jenny,

Ich wollte mich noch einmal im Namen von Clearswift für die gelungene Segelveranstaltung bedanken!

Ich denke es hat allen Beteiligten Herstellern und Kunden einen Riesenspass gemacht, ein rundum gelungener Törn, vom Essen bis hin zum herrlichen Wetter! Für unsere Kunden und Interessenten jedenfalls war es mit Sicherheit etwas ganz Besonderes und das erste Folgegeschäft bahnt sich bereits an, das Duzen an Bord kann wirklich hilfreich sein......! Ich würde mich freuen, wenn wir es schaffen, diese Veranstaltung regelmässig einmal im Jahr zu wiederholen. In Zusammenarbeit mit WickHill und Watchguard ist das sicherlich eine runde Sache!

Viele Grüsse aus Hamburg

Thorsten Bubelach

Channel Manager

___________________________________________

Clearswift GmbH ( Managing and securing electronic communications )

Amsinckstraße 67 - 20097 Hamburg

Direct: +49 (0) 40 / 23 999 - 553 - Fax: +49 (0) 40 / 23 999 - 100 - Mobile: +49 (0) 163 / 559 79 06

www.clearswift.de

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Mittelmeer / Elba - Korsika 2003

Von Tanja Seegatz

Okay, ein Törnbericht - voilà...

Was ist geblieben nach der heißersehnten Rückkehr nach Hause? Hätten wir das Schiff putzen sollen, unsere Klamotten durchwaschen, einkaufen und wieder losfahren sollen? Vielleicht in wärmere und ruhigere Gefilde? Kann man das herbstliche Mittelmeer überfliegen? Dann hätte ich vielleicht JA gesagt - auch ohne Serviettenvertrag.

Es ist wohl gut, daß wir heile wieder zu Hause sind, daß uns eigentlich nichts wirklich Schlimmes passiert ist. Daß ich trotz aller Ängste eine überaus angenehme Erinnerung an dieses Abenteuer habe. Also Aktivurlaub: Ja danke, Meer davon. Ich wünsche mir für das nächste Mal beständigere Winde, ein kleineres Schiff und mehr Segel S P O R T. Ich möchte lernen ein Schiff zu verstehen, das Wetter zu beobachten, das Wasser zu akzeptieren...

Ein großes Dankeschön noch einmal an den Skipper, der - mit der Ruhe der weitgreisten Frau betrachtet - doch immer recht genau weiß, wann er spinnen kann und wann nicht; der seine wahren Gefühle, auch wenn man sie ihm ansieht, trotzdem zu überspielen weiß. Manchmal tröstlich, wenn auch nicht immer. Ich denke auch, Hans-Günther zum Co zu ernennen, war eine gute Entscheidung. Wenn auch in ihm vielleicht der Seewolf heult (siehe Ralley Bonifazio-Corte-Bonifazio), so ist er dennoch eine optimale Ergänzung für Jenni, der ja doch immer Hummeln unterm Hintern zu haben scheint.

Zur Crew: Wenn es 9 Leute schaffen, ohne nennenswerte Auseinandersetzungen 2 Wochen harmonisch miteinander zu frühstücken, zu lachen, zu heulen, abzuwaschen, Angst zu haben, gelegentlichen Unmut zu ertragen uswusf., dann hat es meiner Meinung nach gepaßt. Was darüberhinaus weiterhin nicht gepaßt hätte, das hätten diese 9 Leute schon passig gemacht - da bin ich mir sicher. Mir jedenfalls hat jeder gepaßt - sicher manch einer mehr oder auch manch einer weniger...

Das Boot hat meinen Ansprüchen vollkommen genügt. Jedoch um mehr zu lernen - selbst mehr in die Hand zu nehmen, Ängste zu überwinden - vielleicht ein bißchen zu groß. Wiederum hätte es bei den Wetterbedingungen nicht kleiner sein dürfen, das habe selbst ich gefühlt. Mal sehen, wie ich die Boote auf der nächsten BOOT empfinde, ich schaue sie mir auf jeden Fall genauer an.

Schön fand ich auch, daß Jenni sich erinnern konnte, wo die netten Ecken und Plätze wiederzufinden sind. Die Mischung zwischen Sightseeing und Wassersport, Arbeit und Relaxen, Abenteuer und Routine war ordentlich gelungen.

Letztendlich können wir schon stolz sein, daß wir und das Schiff ohne nennenswerte Macken am 24. Oktober in Salivoli angelegt haben, daß wir den ganzen mitgeschleppten Krempel wie Werkzeugkiste und Bordapotheke nichtwirklich gebraucht haben, daß Kirstens Geschicke uns auf den rechten Weg gebracht haben, daß die Fluglotsen nicht gestreikt haben, daß kein Zug verpaßt wurde und der Schnee am San Bernardino wunderschön in der untergehenden Sonne glühte...

Ich werde von diesem Urlaub eine Menge mitnehmen, und ich freue mich auf unser nächstes Zusammentreffen.

Tanja

(für Max und Jenni meinetwegen auch Tani)

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Segeltörn zum Leuchtturm Roter Sand vom 24.05.2004

Bericht von Uli Pietsch

Es war schon immer mein Wunsch, mit einem "alten" Segler eine Segeltour zu unternehmen, durch Zufall fand ich im Internet ein Angebot der Segelschule Rönner aus Ritterhude. Angeboten wurde eine Tagestour mit der Franzius zum Roten Sand Leuchtturm in der Aussenweser. Die Franzius ist ein alter Weserlastkahn, Länge 22,60m, mit Groß- und Besanmast. Die Besegelung besteht aus Groß, Besan, Selbstwendefock, Klüver und Flieger, Segelfläche 273 qm. Es handelt sich um ein Plattbodenschiff mit Seitenschwertern. Das Schiff ist ein Nachbau alter Lastkähne, die im 19. Jahr-hundert die Weser befuhren, Baujahr 1999 auf der Bootswerft "Bremer Bootsbau Vegesack gGmbH". Dieses Schiff wurde nun von Jens Rönner für einige Tage gechartert. Startort war die Seebäderkaje in Bremerhaven, morgens 9:00 Uhr. Mit mir waren 19 Segel- und Leuchturmbegeisterte an Bord, sowie 5 Mann Besatzung.

Das Wetter sah am Morgen leider nicht so gut aus, dicke Regenwolken hingen auf unserem Kurs und der Wind blies mit 7 Beaufort aus Richtung Nord-West. Thomas, der Skipper, machte uns erstmal nicht all zuviel Hoffnung, ob wir den Rote Sand erreichen könnten war fraglich. Da der Wind direkt von vorne kam konnten die Segel vorerst auch nicht gesetzt werden, da blieb uns allen nur die Hoffnung. Wichtig war bei diesem eiskalten Wind vor allem dicke warme Kleidung und ab und zu ein warmes Getränk, in Form von Tee und Kaffee. So gings dann pünktlich kurz nach 9:00 Uhr los nach einer Einweisung von Jens Rönner und dem Skipper. Jens trug uns mit viel Kenntnis die Geschichte und Technik der Leuchttürme vor, an denen wir vorbei fuhren und davon gab es eine ganze Menge, so ca. 30 an der Zahl. Da wurde über Ober- und Unterfeuer berichtet, Technik der Lampen und Spiegel und den Aufbau der Türme.

Nach ca. 2 Stunden Fahrzeit wurde das Wetter immer besser, der Himmel riss auf und man konnte sich in der Sonne bräunen, oder auch einen Sonnenbrand bekommen, der Wind blies weiterhin kräftig, aber scheinbar etwas abnehmend. So schien es, als könnten wir doch ganz raus fahren. Kurz nachdem wir den wunderschönen Leuchtturm Hohe Weg passierten, hatte ich Pech und stieß mir mit dem Fernglas meine linke Contactlinse aus dem Auge, sie flog gleich davon und ich war ab jetzt doch ganz ordentlich gehandicapt, fotografieren und filmen ging gerade noch so. Aber das sollte dem Spass keinen Abbruch bringen. Nach ca. 4 - 5 Stunden erreichten wir dann tatsächlich den schönsten Leuchtturm von allen. Jens hatte uns kurz vor erreichen unseres Zieles alles über den Roten Sand vorgetragen, nun als wir direkt dran waren, kreiste Skipper Thomas um den Turm und wir hatten alle Zeit, zu fotografieren oder nur zu schauen und es war schon ein toller Anblick.

Nachdem wir alle "genossen" hatten, ging es nun endlich daran, die Segel zu setzen. Mit 5 - 6 Männern wurde zuerst das Groß gesetzt, danach die Fock. Es war schon ´ne Menge Kraft erforderlich, um mit Fall und Gei das Groß zu setzen, da bin ich vom Jollensegeln doch anderes gewöhnt. Aber als die dunkelbraunen Segel dann im Wind standen, war es schon ein tolles Gefühl. So segelten wir nun auf Raumschotkurs gen Heimat. Die Rücktour war dann auch viel ruhiger und wärmer, bei Kaffee/Tee und Butterkuchen konnten wir uns richtig schön ausruhen. Jeder der wollte, konnte mal an die Pinne, ich leider nicht, Einäugige sehen zu wenig, schade. Kurz nach 21:00 Uhr erreichten wir dann wieder Bremerhaven und so ging für mich ein toller Tag auf einem "alten" Segler zu Ende.

Jedem Interessierten kann man solche Tour nur empfehlen. Danke Jens, danke Thomas und danke allen anderen.

Uli Pietsch

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Foxjollen - Segeln vom 20.05.-22.05.2005

Von Patricia Schomaker (14 Jahre)

Hallo Jenny,

wie schon besprochen kommt jetzt mein „Reisebericht“ über das Wochenende!

Papa macht schon seit längerem einen Segelschein und will einmal mit uns zusammen in Holland segeln. Dazu nervt er uns regelmäßig, ob und wann wir denn einmal dazu Lust hätten? Nun, es wurde das Wochenende vom 20.5. – 22.5.2005 ausgesucht und Papa freute sich schon sehr darauf. Mama und ich wussten ja nicht so Recht, was uns erwartet und somit hielt sich unsere Lust dementsprechend in Grenzen.

Als wir dann am Freitag gegen 17.00 Uhr in Ottenhome angekommen sind war ich erst einmal freudig überrascht, denn da waren ja so viele Schiffe....! Nach und nach trudelten dann auch die anderen Mitsegler ein und es wurde sich vorgestellt und geschnakkt.

Am Abend dann das erste Highlight: es wurde gegrillt! Na endlich dachte ich mir, denn wir hatten den ganzen Wagen randvoll gehabt mit Essenssachen und Getränken. Die hatte Papa für alle besorgt, weil Jenny keine Zeit dafür hatte. Also, nun endlich erst einmal eine schöne Stärkung und mit den anderen versucht das ein oder andere zu reden...., na ja, vielleicht kommt das während des Wochenendes dann noch besser.

Dann bezogen wir die Schiffe und ich konnte mich mit Mama und Papa darauf für das Wochenende „einrichten“, aber viel Platz ist ja nicht! Die Nacht habe ich nicht so toll geschlafen, denn es war alles sehr ungewohnt. Mama und Papa ging es genauso, wobei ich Glaube, das Papa am meisten geschlafen hat: der hat nämlich ziemlich laut in der Nacht geschnarcht!

Am nächsten Morgen haben wir dann am Anleger direkt vor den Schiffen gefrühstückt mit alle Mann und da war eine tolle Stimmung. Nach dem Frühstück hat Jenni uns eine erste Einweisung für und über die Schiffe gegeben, die Besatzungen eingeteilt und es wurde besprochen, wie wir eigentlich fahren wollen. Papa hat sich das mit angehört, denn er soll ja üben für seinen Segelschein, ha ha ha!

Nun ging es also los. Im Hafen war es noch sehr gemütlich und ich bin auf dem Schiff mit Papa und Gerrit zusammen. Mir war eigentlich nicht so ganz klar, was ich denn nun eigentlich zu tun hatte und was nicht, aber das wird schon. Als wir dann aber aus dem Hafen raus waren, blies der Wind doch schon ganz schön heftig (vom Gefühl her zumindestens für mich). Die Segel wurden gesetzt und dann ging es los. Plötzlich legte sich aber das Schiff ganz dolle schräg und ich hatte sehr viel Angst, das wir umkippen. Keiner der beiden, also weder Papa noch Gerrit , sagten mir, was los ist und somit war ich sehr unsicher und hatte richtig Angst!!

Nach ca. 1 Stunde trafen wir uns an einer Insel, legten an und ich sah Mama! Mir waren die Tränen schon in die Augen geschossen und ich wollte nicht mehr weiter! Mama tröstete mich, sprach mit Jenni und dann tauschte ich das Boot und fuhr also mit Mama, Jenni, Heike und Waltraut auf einem Schiff.

Jenni erzählte und erklärte uns sehr viel, das Schiff legte sich auch nicht so schräg wie bei Papa und langsam wurde meine Angst weniger....!

Gegen Mittag haben wir dann in Woudsend (ich glaube, so heißt das Dorf) angelegt und alle haben sich Kaffee und Kuchen bestellt. Die Sonne war auch da und ich erholte mich erst einmal vom Schrecken des Vormittages. Dann ging es den ganzen Tag so weiter und am Abend sind wir dann in einem Hafen (Lemmer) gelandet. Toll, die Aktionen mit Motorkraft fahren, die Brücken heben sich extra für uns und einen Liegeplatz zwischen und neben all den schönen Jachten zu suchen!

Wir haben dann im sehr vollen Hafen doch noch einen Liegeplatz gefunden und neben unserem Schiff legten sich noch zwei andere in ein „Päckchen“. Direkt uns gegenüber war ein Duschhaus mit Toiletten, also erst einmal richtig frisch machen....

Dann ging es zu einer Pizzeria und ich hatte mittlerweile richtig dolle Hunger! Das war ein schöner Abend, denn nach dem Essen sind wir dann noch durch den Hafen ein bisschen spazieren gegangen.

Die Nachtruhe war nicht so doll, denn es waren betrunkene Holländer unterwegs, die sehr viel Krach machten. Ich glaube, die haben einen Fussballsieg oder so was gefeiert?

Nach einer nicht so guten Nacht haben wir am nächsten Morgen dann wieder gemeinsam an der Pier gefrühstückt und die Schiffe wieder „seeklar“ gemacht. Wieder einmal einige andere Leute mit auf dem Schiff, weil immer getauscht wurde. Dann ging es durch Kanäle und Seen und der Wind war schon recht kräftig, aber mittlerweile habe ich es kapiert, was passieren kann oder was nicht. Also munter drauf los und eine kleine Regatta segeln?

Als wir mal wieder auf einem Kanal fuhren, rief Jenni das Schiff von Papa zu sich und er wollte wohl etwas erzählen? Plötzlich ging aber Jenni auf das andere Schiff und somit waren Mama und ich alleine auf dem Schiff! Na ja, Mama hatte die Pinne fest in der Hand und ich kümmerte mich um die anderen Dinge wie Festmacherleine etc. Können wir es alleine schaffen, durch die Brücke zu fahren und danach dann anzulegen? Während wir noch überlegten, kam dann ein Schiff „längsseits“ (ich glaube so heißt das) und Sebastian kam zu uns an Bord. Der kann segeln, sagte er und somit war die Lage wieder entspannt. Jenni und Papa lachte sich mittlerweile tot über die Aktion und alles war ok.

So verging der Tag mit dem ein oder anderen schönen Ausblick während der Kanalfahrten oder Brückenpassagen. Kurz vor unserem Heimathafen sah Jenni dann eine größere Jacht, die in Schwierigkeiten steckte. Wir fuhren also hin und halfen der Besatzung. Sie steckten mit ihrem Kiel fest, weil es an der Stelle einfach zu flach für das Schiff war! Also nahmen wir den Anker des Schiffes an Bord und fuhren ein Stück weiter. Dort versenkten wir den Anker des anderen Schiffes und die konnten sich dann aus der Untiefe selber rausziehen! Was für eine Aktion.....!

Ja, dann war auch das Wochenende zu Ende und wir mussten wieder in den Hafen, die Schiffe ausräumen und reinigen, unsere Sachen ins Auto verstauen etc.

Zum Schluss sind wir alle zusammen gekommen und Jenny hat „Skippers Runde“ oder so abgehalten. Dabei hat dann jeder erzählt, wie er es gefunden hat und was vielleicht nicht so toll war....!?

Ich fand das Wochenende zum Schluss richtig super, denn ich konnte auch einmal das Schiff lenken oder einen Anleger fahren! Es war sehr lustig, hat viel Spaß gemacht, ich konnte dabei einiges lernen und ich kann so ein Wochenende nur jedem empfehlen!

P.S.: Danke an Jenny, denn Du bist super nett und ein toller Lehrer!

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Törnbericht Foxjollen - Segeln vom 20.05.-22.05.2005

Von Ute Schomaker

Hallo Jenny,

hier berichtet nun Ute Schomaker, die Ehefrau von Michael und die Mama von Patricia.

Also, seit Monaten liegt Michael uns in den Ohren mit seinem „segeln“. Es liegen dauernd Segelzeitschriften wie z. B. „Yacht“ oder „Segeln“ bei uns zu Hause herum. Michael ist dabei, seinen Segelschein (SKS) zu machen und nervt uns täglich. Große Lust zum Segeln haben Patricia und ich nicht. Ich werde außerdem sehr schnell seekrank. Wasserratten sind wir allerdings alle! Also gut. Er hat uns überredet und an diesem Maiwochenende, es war noch nicht sehr warm, soll es also statt finden....

Aus der Apotheke vorher noch alles notwendige gegen die Reise- bzw. Seekrankheit besorgt, Koffer, Taschen und Proviant gepackt und dann geht die Reise ab. Vorher allerdings ging meinerseits eine Bestellung ans Universum voraus: „Bitte schönes Wetter, nette Leute und keine Seekrankheit!“ Los geht´s.

Freitag Nachmittag sind wir gen Heeg in Holland gefahren. Absolut nicht motiviert und nörgelnd sind wir dort gegen 17.00 Uhr angekommen. Schon toll die ganzen Segelschiffe im Hafen. Gegen 18.00 Uhr trudelten dann auch die anderen Mitsegler ein und wir stellten uns gegenseitig vor.

Jenni, der Segellehrer, ist sehr sympathisch (sowie alle anderen auch). Nach der Begrüßung werden dann die einzelnen Schiffe bezogen und Jenni gibt die erste Einweisung über Funktionen des Schiffes und der Segel. Anschließend gibt er mit einem verschmitztem Lächeln bekannt, dass alle Frauen erst einmal bei ihm auf dem Schiff segeln! Das sei so üblich. „Der kleine, freche aber sympathische Segellehrer pickt sich das Beste heraus“ dachte ich mir... Na, mal sehen wie sich das so entwickelt?

Abends wurde dann gegrillt und auch schon mal mit Motorkraft eine kleine Reise unternommen, so zum Angewöhnen und so. Schwimmwesten an und auf´s Schiff. Dabei fängt es doch leicht an zu regnen. Toll, na ja meine Bestellung ist ja erst für morgen.

Die Nacht bricht herein und wir legen uns alle schlafen. Sehr gewöhnungsbedürftig die Geschichte! Da es in der Nacht sehr windig wurde, schlugen einige Fallen (Taue) an die Masten und machten somit mit dem ständigen „pling pling pling“ viel Lärm. Das bedeutete aber auch gleichzeitig, das ich nur ca. 2 Stunden geschlafen habe. Pech!

Am Morgen nach dem ausgiebigen Frühstück ging es dann richtig los. Raus aus dem Hafen, durch Kanäle auf einen großen See. Auf dem See wurden die Segel gesetzt. Schon spannend alles so zu beobachten und dabei auch ein bisschen mitzuhelfen. Und wo ist meine Seekrankheit? Ich habe keine, im Gegenteil! Ich muß viel zu viel arbeiten. Toll. Jenni erklärt dabei sehr viel und doofe Fragen gibt es nicht. Er ist sehr geduldig und hat dabei immer Spaß. Das Schiff gerät sogar in Schräglage, was aber nichts macht, denn Jenni erklärt immer wieder, was passiert und was nicht. Ich habe keinerlei Angst. Für mich ist es schon selbstverständlich mich „normal“ zu bewegen.

Patricia segelt mit Michael und einem Mitsegler auf einem anderen Schiff. Als wir dann das erste Mal anlegten und ich mein Kind auf mich zukommen sah, wusste ich was los war! Ich sah dicke Tränen in ihrem Augen vor lauter Angst. Man erklärte ihr nichts, da die Männer mit sich selbst beschäftigt waren!! Kein Problem, ein Wort mit Jenni gewechselt und Patricia segelte von da ab mit mir bei Jenni auf dem Schiff weiter. Vo da ab hatte sie immer weniger Angst, viel Spaß und Lust am Segeln.

Abends liefen wir in den Hafen in Lemmer ein. Hier gibt es viele große Schiffe, Segeljachten und Motorjachten. Nach dem Anlegen ging es zum Duschen und dann in eine Pizzeria. Tolles Ambiente in so einem Hafen!

Todmüde versuchte ich in der zweiten Nacht zu schlafen. Wieder nichts, denn laute, grölende Holländer verhinderten eine „Nachtruhe“. Ich glaube, sie feierten einen Fußballsieg oder so was....Egal, das Wetter und das Segeln entschädigen für alles.

Am nächsten Morgen hatten wir ein Traumwetter. Frühstück an der Pier mit alle Mann, anschließend muss die Sonnencreme dran glauben und los ging es. Diesmal segelte ich u. a. mit Sebastian und Patricia. Er segelt sonst Regatten. Dabei nahm er keine Rücksicht auf mich und segelte, so wie er es gewohnt war, sehr wild. Halsen und Wenden wurden von uns bzw. von ihm als Steuermann sehr ruppig durchgeführt. Ich dachte, das muss so sein! Wir hatten dabei aber dennoch sehr viel Spaß.

In Heeg wieder eingelaufen war es insgesamt ohne Seekrankheit verbunden mit viel Sonnenschein, netten Leuten und viel Erlerntem ein tolles Wochenende. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

Vielen Dank Jenni

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